Stimmen zu „Hunde bitte an die Leine zu führen“


FAZ, Ausgabe 24.10.2019 Nr. 247, Seite R4

Warum sich Gerhard Weber in seinem Vorwort zunächst entschuldigt, dass er über Hannover schreibt, und dabei mit dem landläufigen Vorurteil von einer langweiligen Stadt kokettiert, um dann in Begeisterung über die faszinierende Geschichte und die kulinarischen Attraktionen auszubrechen, leuchtet nicht recht ein. Notwendig wäre eine solche Kapriole nicht gewesen, denn sein Buch ist ohnedies nicht für Menschen geeignet, die für ein oder zwei Tage hier vorbeischauen, sondern wendet sich an Liebhaber der Stadt und Patrioten, an denen jegliche Häme über Hannover abprallt. Für sie allerdings ist dieses Buch eine Wundertüte, prall gefüllt mit Namen und Ereignissen, von denen manche selbst für jene, die hier aufgewachsen sind, überraschend sein dürften. Der Autor, in Hannover geboren und dort sechs Jahre lang Intendant an der Landesbühne, hat gründlich bis in den letzten Winkel geforscht – hier und da übertrieben, denn wie er zugeben muss, ist ein Großteil der hier zitierten Wohnund Wirkungsstätten nicht mehr erhalten, und die Definition von erwähnenswerter Prominenz wird recht großzügig gehandhabt, wenn Personen auftauchen, die nur auf Stippvisite in Hannover waren. Alles in allem aber ist dieses Buch weit mehr als eine engagierte Fleißarbeit, erstaunlich wegen der Fülle großer und kleiner Berühmtheiten, die sich mit dieser Stadt in Verbindung bringen lassen, und manches Mal amüsant wegen sorgfältig ausgewählter Zitate, die Schlaglichter werfen auf ziemlich bewegte Zeiten.


hannover LIVE, Ausgabe September 2019, S. 63

Der ehemalige Intendant der Landesbühne Hannover, Gerhard Weber, hat ein Buch mit unterhaltsam-informativen Spaziergängen durch „seine“ Stadt zusammengestellt. Hunde bitte an die Leine zu führen heißt es. Geschichte, Kultur – da braucht es nur noch das passende angenehme Wetter und los geht es. Fußwegmaterial für sieben Tage hat er aufbereitet, es geht an/um den Maschsee, durch Linden, die Oststadt und List, vom Steintor nach Herrenhausen oder z.B. durch Hannovers Theater- und Museumslandschaft. Schon das Lesen macht einfach Spaß (J.G.Seume Verlag). Tipp: Am 20.9. liest Gerhard Weber um 20 Uhr im Café Mendelssohn (Böhmerstr. 17) aus seinem Buch.


Simon Benne von HAZ – HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG, Ausgabe 14.05.2019, S. 17

Weber hat gerade das Buch „Hunde bitte an die Leine zu führen“ verfasst (Verlag J.G. Seume, 199 Seiten, 16,90 Euro), das sieben Spaziergänge durch Hannovers Kulturgeschichte präsentiert. Es ist das Buch eines Heimkehrers, der sich seine alte, vertraute Welt noch einmal neu angeeignet hat.„Ich habe mich intensiv mit Hannover beschäftigt“, sagt er selbst bescheiden. Es ist ja ein Unterschied, ob man noch in seiner Heimatstadt wohnt oder schon wieder – und so ist dieses Buch eine Art Liebeserklärung eines Kulturmenschen an eine Kulturstadt geworden. Zum Artikel: “Gerhard Weber führt durch sein Hannover”


Andrea Tratner von NEUE PRESSE, Ausgabe 7.5.2019, S. 24

Ein historisches Stadtbild in Schwarz-Weiß, darin die knallbunte Figur eines Wanderers – das ist das Erkennungszeichen der Kulturspaziergangs-Bücher aus dem Seume-Verlag. Der Hannover-Flaneur in „Hunde bitte an die Leine zu führen“ ist blau, Waterloosäule und Aegidienkirche dienen als Orientierungspunkte, auf der Rückseite des Buches kann man noch Markt- und Kreuzkirche hinter der lieblichen Landschaft entdecken. Gerhard Webers sieben Touren sind als sieben Tagesausflüge im Zeichen von Literatur, Kunst, Architektur und Wirtschaftsgeschichte gedacht. Der erste Tag führt an den Maschsee, weiter geht es in der Altstadt, auf zwei Etappen kann man die City erkunden. Ein Tag ist Oststadt und List gewidmet, eine Strecke führt vom Steintor nach Herrenhausen, den Schlusspunkt setzt eine Exkursion durch Linden. Am Dienstag, 14. Mai, ab 18 Uhr stellen Gerhard Weber und Verleger Peter Winterhoff-Spurk das Buch im Historischen Museum (Pferdestraße 6) vor. Der Eintritt ist frei. Zum Artikel: “Gerhard Weber zeigt sieben Kulturspaziergänge”